Archiv für Dezember 2011

Eröffnungsaktion von ausgeCO2hlt


Gleich am Tag nach dem Gründungstreffen, am Montag den 19.12., traten MitstreiterInnen der neuen Kampagne ausgeCO₂hlt mit einer gelungenen Aktion in die Öffentlichkeit: rund dreißig Menschen versammelten sich zu einer Mahnwache vor dem Kreishaus in Grevenbroich, wo der 145. Braunkohlenausschuss tagte (ein Gremium aus KommunalpolitikerInnen der Bezirksregierung Köln). Die ausgeCO₂hlt-AktivistInnen hielten Banner mit Sprüchen wie „Braunkohleausstieg JETZT“, verteilten Flyer an die eintretenden PolitikerInnen oder gaben Interviews. Auch VertreterInnen mehrerer Bürgerinitiativen warben unter anderem für mehr Gesundheitsschutz oder verteilten Kerzen an die Ausschussmitglieder mit der Botschaft „damit Ihnen ein Licht aufgeht und Sie im Sinne der BürgerInnen handeln!“. Anschließend wohnten die AktivistInnen der öffentlichen Sitzung des Braunkohlenausschuss bei. Während dort ein RWE-Mitarbeiter Pläne für ein neues Braunkohlekraftwerk in Niederaußem vorstellte, bekundeten sie mit Zwischenrufen und Sprechchören von der Empore herab lautstark ihre Forderungen und ihren Unmut. Damit machten sie deutlich, dass die Protestbewegung gegen das Rheinische Braunkohle Revier und RWE stetig wächst und die Zerstörung an Lebensgrundlagen, hier und weltweit, nicht hinnehmen wird.

Startschuss für Anti-Kohle-Kampagne „ausgeCO2hlt“

Über 50 Personen aus unterschiedlichen Zusammenhängen sind am letzten Wochenende in Köln zusammen gekommen, um die Kampagne „ausgeCO2hlt“ an den Start zu bringen. Ziel war es „Strategien, Aktionen und Inhalte des Braunkohlewiderstands im Rheinischen Revier und gegen RWE“ zu entwickeln. Im Anschluss wurde die Gründung auf dem Wagenplatz „Wem gehört die Welt“ zu den Klängen von DJ Vaga gefeiert.

Um den Schwung der neuen Kampagne gleich in Taten umzusetzen, wurde am Montag die 145. Sitzung des Braunkohlenausschusses in Grevenbroich besucht. Die Ausschussmitglieder wurden von ca. 30 Aktivist_innen und Vertreter_innen der lokalen Bürgerinitiativen mit einer Mahnwache und Transparenten vor dem Tagungsgebäude empfangen. Danach ging es in die Sitzung selbst, wo u.a. ein RWE-Mitarbeiter die Plane für ein neues Kohle-Kraftwerk vorstellte. „Mit einem Banner-Drop und lautstarken Zwischenrufen haben wir deutlich gezeigt, dass wir dies nicht hinnehmen werden und unserer zentralen Forderung nach einem sofortigen Braunkohleausstieg Ausdruck verliehen“, sagte eine Aktivistin. Die Bürgerini aus Buir (einer der Orte, die wegen des Kohleabbaus komplett abgerissen werden sollen) verteilte indes Kerzen an die Ausschussmitglieder, damit denen „ein Licht aufgehe“. Es war das erste mal in Deutschland, dass eine Sitzung des Braunkohleausschusses gestört wurde.

Presse zur Störaktion:
Klimaretter
NGZ
WZ

in nächster Zeit

13.-22.07.12 Köln/Düsseldorf No-Border Camp
20.-29.07.12 Burg Luther, Wer lebt mit wem, warum und wie
25.07.-01.08.12 Mützingen/Wendland, Rebellisches Zusammentreffen
04.-12.08.12 Klimacamp in Manheim
08.-12.08.12 St.Imier/Schweiz, Anarchistisches Welttreffen
12.-19.08.12 Klimacamp in der Lausitz
24.-26.06.12 Bochum, Libertäre Medienmesse
12.-17.09.12 Altmarkt/Nähe Magdeburg, War Starts Here-Camp



ausgeco2hltbanner

Hambacher Forst

atomkohle

westcastor

selber machen



Loesje sagt...


Kostenloser Counter von Counterfire (http://counterfire.info)

Gründungstreffen ausgeCO2hlt

Vom 16.-18. Dezember, in Köln, Alte Feuerwache (Melchiorstr. 3)

Gegen das rheinische Braunkohlerevier, Europas größter CO2-Quelle, engagieren sich seit vielen Jahren zahlreiche Akteure mit unterschiedlichen Aktivitäten: BürgerInnen und BürgerInnen-Initiativen streiten an den Tagebauen und Kraftwerken gegen die Nutzung der Braunkohle mit fatalen Folgen für die Region. Umweltverbände begleiten kritisch die Planungen von Kraftwerken und Tagebaue. Im Januar 2008 erfolgte die medienwirksame Besetzung einer Streuobstwiese des BUND am Rande des Tagebaus Garzweiler. Hiernach gab es zwei große von einem breiten Bündnis getragene Klimacamps im rheinischen Braunkohlerevier. Die Grube gräbt-Kampagne agierte in 2010 erstmals mit einer Schienenblockade. Und am Rande des diesjährigen Klimacamps blockierten 50 AktivistInnen für 12 Stunden erfolgreich die Kohlebahn. – Eine Anti-Braunkohlebewegung wächst! Wir wollen weiter wachsen und freuen uns über jede_n Mitstreiter_in!!

In dem Kampagnennamen ausgeCO2hlt spiegelt sich wider, dass die Kohleförderung zwangsläufig zu massiven CO2-Emissionen führt. In der Bergbausprache werden stillgelegte Tagebaue als ‚ausgekohlt’ bezeichnet. – Genau das wollen wir erreichen: die Stilllegung aller 12 deutschen Braunkohletagebaue und der davon abhängigen Kraftwerke. Deshalb werden wir in den nächsten Jahren vielfältige Proteste im Rheinischen Braunkohlerevier organisieren.

Das Gründungstreffen wird von diesem Programm begleitet.

Castor Nachbesprechung

Freitag, 02.12. ab 16 Uhr, SubstAnZ

Nachbesprechung für Alle:
- die im Wendland waren und ihre Erfahrungen gerne austauschen möchten
- einfach aus erster Hand erfahren wollen, was so alles passiert ist
- wissen wollen, wie es jetzt weiter geh(t)en kann
- sonstwie Interessierten