Startschuss für Anti-Kohle-Kampagne „ausgeCO2hlt“

Über 50 Personen aus unterschiedlichen Zusammenhängen sind am letzten Wochenende in Köln zusammen gekommen, um die Kampagne „ausgeCO2hlt“ an den Start zu bringen. Ziel war es „Strategien, Aktionen und Inhalte des Braunkohlewiderstands im Rheinischen Revier und gegen RWE“ zu entwickeln. Im Anschluss wurde die Gründung auf dem Wagenplatz „Wem gehört die Welt“ zu den Klängen von DJ Vaga gefeiert.

Um den Schwung der neuen Kampagne gleich in Taten umzusetzen, wurde am Montag die 145. Sitzung des Braunkohlenausschusses in Grevenbroich besucht. Die Ausschussmitglieder wurden von ca. 30 Aktivist_innen und Vertreter_innen der lokalen Bürgerinitiativen mit einer Mahnwache und Transparenten vor dem Tagungsgebäude empfangen. Danach ging es in die Sitzung selbst, wo u.a. ein RWE-Mitarbeiter die Plane für ein neues Kohle-Kraftwerk vorstellte. „Mit einem Banner-Drop und lautstarken Zwischenrufen haben wir deutlich gezeigt, dass wir dies nicht hinnehmen werden und unserer zentralen Forderung nach einem sofortigen Braunkohleausstieg Ausdruck verliehen“, sagte eine Aktivistin. Die Bürgerini aus Buir (einer der Orte, die wegen des Kohleabbaus komplett abgerissen werden sollen) verteilte indes Kerzen an die Ausschussmitglieder, damit denen „ein Licht aufgehe“. Es war das erste mal in Deutschland, dass eine Sitzung des Braunkohleausschusses gestört wurde.

Presse zur Störaktion:
Klimaretter
NGZ
WZ