Archiv für Januar 2012

Vorbereitungstreffen findet nicht statt

Die Uni hat den Vortag von Vahrenholt abgesagt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als wir im Mai 2011 die Einladung an Herrn Prof. Vahrenholt ausgesprochen haben, geschah dies vor dem Hintergrund eines sehr guten Vortrags, den er in Greifswald („Greifswalder Reden der Stiftung Alfried Krupp Kolleg Greifswald“) zu dem Thema „Optionen für die zukünftige Energieversorgung Deutschlands“ gehalten hat. Thema und Redner fanden auch Zustimmung im Osnabrücker Universitätsprofessorium.
Als wir die Einladung an ihn aussprachen, haben wir diesen Wunschtitel angegeben, dem nicht widersprochen wurde. Als wir ihn 3 Wochen vor dem Vortragstermin dann nach dem endgültigen Titel fragten, hat er uns mit dem provokanten Titel „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“ überrascht. Die Reaktionen auf die Ankündigung des Vortrags reichen von positiven über kritische bis negative Äußerungen. Unabhängig von diesen Stellungnahmen sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass eine solche Aussage einer „Gegenrede“ eines Klimaforschers bedarf und die sich anschließende Diskussion von einem kompetenten Moderator geleitet werden sollte.

Da dies bis zum 8. Februar nicht zu realisieren ist, werden wir in Absprache mit Herrn Prof. Vahrenholt und den beiden noch zu benennenden Akteuren nach einem neuen Termin im SS 2012 suchen. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Karlheinz Altendorf
Prof. Dr. Wolfgang Asholt

Ursprünglicher Eintrag:
Am 08.02 will Fritz Vahrenholt (RWE-Manager) in der Uni Osnabrück den Vortrag „Die Klimakatastrophe findet nicht statt“ (s. unten) halten. Aus Unikreisen sowie städtischen Initiativen wird bereits Kritik geäußert, ausgerechnet einem CEO desjenigen Konzerns zum Thema „Globale Erwärmung“ eine Bühne zu geben, der 2010 für ein Fünftel der deutschen CO2-Emissionen (rund 165 Millionen Tonnen) verantwortlich war. Unter wissenschaftlichem Schleier wird hier Konzern-Lobbying betrieben.

Am Donnerstag, 02.02. um 18:00 Uhr im AStA (Alte Münze 12)
gibt es ein Vorbereitungstreffen, um sich darüber auszutauschen. Als kleiner Lesetip zum Thema hier noch ein Artikel aus der „Zeit“.

Kommt zahlreich und bringt Kreativität mit ;)

Die Klimakatastrophe findet nicht statt?

Die Universität Osnabrück hat einen Klimawandel-Leugner und RWE-Lobbyisten zu einem Vortrag am 08.02.12 in die Schlossaula geladen. Das lassen wir uns nicht entgehen! Nächste Woche wird es dazu ein Treffen im AStA (Alte Münze 12) geben, um über kreative Aktionen zu sprechen.
Weitere Infos in Kürze!

Hier der Veranstaltungstext:
„Die Klimakatastrophe findet nicht statt“

Der Weltklimarat irrt. Die Klimadebatte muss neu geführt werden. Entgegen den Prognosen ist die Erderwärmung seit über zehn Jahren zum Stillstand gekommen. Selbst bei steigenden CO2-Emissionen wird die Erwärmung in diesem Jahrhundert 2°C nicht überschreiten. Die Erwärmungswirkung von CO2 ist überschätzt worden. Neueste Erkenntnisses zeigen, dass Ozeanzyklen und die Sonne, die kürzlich in eine längerfristige strahlungsarme Phase getreten ist, einen größeren Beitrag zum Klimageschehen leisten als bisher angenommen.

Termin: Mi, 08.02.2012
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Schlossaula (Neuer Graben 29)

Der Referent: Prof. Dr. Fritz Varenholt studierte von 1968 bis 1972 Chemie an der Universität Münster, wo er im Jahr 1974 promovierte. Er war Referatsleiter „Chemische Industrie“ des Umweltbundesamtes, Berlin, leitete die Abteilung für Umweltpolitik, Abfallwirtschaft, Immissionsschutz im Hessischen Umweltministerium, wurde dann Staatsrat in der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg bevor er Senator und Präses der Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg wurde.
1998 wechselte er in den Vorstand der Deutsche Shell AG, verantwortlich für die Bereiche Chemie, regenerative Energie, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltschutz, Stromgeschäft, zuletzt Aufsichtsrat der Deutschen Shell, Hamburg. Von 2001 bis 2007 war er Mitglied des Rats für nachhaltige Entwicklung unter Kanzler Schröder und Kanzlerin Merkel.
Seit 2008 ist er Chief Executive Officer, RWE Innogy GmbH, Essen.

ausgeCO²hlt – Informationen über internationale Kohlekämpfe

ACHTUNG TERMINÄNDERUNG! Freitag, den 20. Januar um 18 Uhr
In South Lanarkshire, Schottland wird in riesigen Tagebauten Braunkohle gewonnen, ebenso im rheinischen Braunkohlerevier und in der Lausitz in Deutschland. Dabei wird nicht nur die dortige Landschaft zerstört und die Gesundheit der Anwohner*innen geschädigt, sondern auch der Klimawandel erheblich vorangetrieben.

Aktivist*innen von Coal Action Scotland (coalactionscotland.org.uk) besuchen auf ihrer Tour durch Europa auch Osnabrück; im SubstAnZ berichten sie von ihren Kämpfen gegen die Kohleinfrastruktur. Eine neue Kampagne ist im Aufbau, um auch in Zukunft Widerstand zu leisten. Mit Informationen über das rheinische Braunkohlerevier stellen die Aktivist*innen im Anschluss einen Bezug zur deutschen Kohleproblematik her.

Montag, den 23. Januar 2012 um 20 Uhr
Passend dazu zeigen wir den Film „The last Mountain“ vom Bill Haney:
In den Tälern der Appalachen wird um ein Gebirge gekämpft. Es ist ein Kampf mit schwerwiegenden Konsequenzen, der viele Leben gefordert hat und es weiterhin tun wird.
Der Mittelpunkt dieses Kampfes ist das Coal River Valley in West Virginia. Die dortigen Anwohner*innen treten den Kohleriesen entgegen und verurteilen deren Praxis, Bergkuppen abzusprängen.

Beide Veranstaltungen im SubstAnZ,
Frankenstraße 25a, Osnabrück
Vereinsveranstaltung: neue Gesichter willkommen!

Flyer-Download