Einladung zum Vorbereitungstreffen für Aktionen gegen die Jahreshauptversammlung von RWE am 19.04.2012 in Grugahalle in Essen

RWE unplugged — dem Energieriesen den Stecker ziehen!

Anknüpfend an die erfolgreichen Proteste gegen die
Jahreshauptversammlung von RWE letztes Jahr möchte die Kampagne
„ausgeCO2hlt“ zu einem bewegungsübergreifenden Vorbereitungstreffen
einladen, um die Proteste dieses Jahr gemeinsam vorzubereiten und zu
koordinieren. Herzlich eingeladen sind Menschen aus der
Anti-AKW-Bewegung, der Klima- und Anti-Braunkohlebewegung sowie alle,
die sich für eine soziale, dezentrale und ökologische Energieversorgung
auf Basis der Erneuerbaren in Bürgerhand einsetzen wollen.

Das Treffen findet am Sonntag den 04.03.2012 um 13:00 Uhr im Raum
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des Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108, Bochum statt.

Derzeit ist sowohl ein Protestcamp vom 18. auf den 19.04.2012 vor der
Grugahalle geplant als auch ein erfolgreicher Mix aus bunten Protestformen.

Wer ist „ausgeCO2hlt“?
„ausgeCO2hlt“ ist eine Netzwerkkampagne für den sofortigen
Braunkohleausstieg. Sie hat sich das Ziel gesetzt die
Anti-Braunkohlebewegung voranzubringen und gleichzeitig am Beispiel von
RWE die verschiedensten Energiekämpfe zu Themen wie Atomkraft, Fracking
oder Braunkohle zusammenzuführen, um den Energie-Monopolisten zu
vergesellschaften und auf eine dezentralisierte Energieversorgung in
Bürgerhand hinzuarbeiten.
ausgeco2hlt.de

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Es folgt der Aufrufentwurf, der am 04.03. diskutiert werden kann:

*RWE unplugged — dem Energieriesen den Stecker ziehen!*

Für eine atom- und kohlefreie Energieversorgung — dezentral,
demokratisch und sozial

Im Zuge der breiten Massenmobilisierungen nach Fukushima gab es letztes
Jahr bunten und effektiven Widerstand gegen die Jahreshauptversammlung
von RWE. Seit diesen Protesten und den darauf folgenden Atommmoratorien
der Bundesregierung musste der Konzern zwar sein Atomkraftwerk Biblis
abschalten, ist jedoch von einem umwelt- und menschenfreundlichen
Energiemix so weit entfernt wie eh und je.
Die Atomkraftwerke Emsland und Grundremmingen laufen noch und RWE plant
unbeirrt weiter Atomkraftwerksneubauten im europäischen Ausland, u.a. im
niederländischen Borssele, wo der Konzern auch schon zu 30 % an einem
Meiler beteiligt ist. Ebenso ist RWE immer noch Anteilseigner an der
Urananreicherungsanlage in Gronau. Dort wird Uran für ca. 10 % aller
weltweiten eingesetzten Brennelemente hergestellt. Gleichzeitig baut RWE
neue Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier und plant noch
weitere Kraftwerksneubauten wie das 1100MW BoAplus-Kraftwerk in
Niederaussem, obwohl das Revier schon jetzt die größte CO2-Quelle
Europas darstellt. Wegen des Braunkohleabbaus wird Stück für Stück des
ehemals 4500 ha großen Hambacher Forsts weiter abgeholzt und ganze
Dörfer werden umgesiedelt. Zugleich ist RWE-Dea in Niedersachsen bei der
unkonventionellen Erdgasförderung (Fracking) im Geschäft, wo es zu
großflächigen Grundwasserverseuchungen mit krebserregenden Benzol
gekommen ist. Dem gegenüber stehen die geradezu jämmerlichen
Investitionen in die erneuerbaren Energien des zweitgrößten deutschen
Energiekonzerns angesichts der privaten Investitionen in diesem Sektor.
Knapp zusammengefasst: RWE ist der dreckigste Energiekonzern Europas.
Dazu passt dann auch dass der RWE-Manager Dr. Fritz Vahrenholt mit
seinem klimaskeptischen Buch „Die kalte Sonne“ den Klimawandel in dem
Maße relativiert, dass wir uns noch ruhig Zeit lassen können und die
Bild titelt „Die CO2-Lüge. Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und
Windkraft“. Das Ziel dieser ideologischen Mobilmachung im
wissenschaftlichen Deckmäntelchen ist es den Prozess der Energiewende
deutlich abzubremsen, um so Marktanteile für den Monopolisten RWE zu
erhalten. Dagegen hilft nur praktischer Widerstand, eine konsequentere
Fortführung der Energiewende und die Abwicklung von RWE, bei der die
Gesellschaft nicht auf den Kosten sitzen bleibt.

Unsere Perspektive: Energiedemokratie
Der Kampf für eine gerechte Gesellschaft muss konkret werden und der
Energiesektor ist das fossil-atomare Herz des Kapitalismus. Hier stehen
die Energiekonzerne symptomatisch für ein wachstumsbasiertes und
ressourcenverschwenderisches Gesellschaftmodell. Unser Ziel ist es die
vier großen Energiekonzerne zu vergesellschaften. Energie gehört in
Bürgerhand – sozial, ökologisch und dezentral! Nur so lässt sich eine
echte Energiewende und ein kompletter Atomausstieg wirklich umsetzen.
Wir brauchen eine Gesellschaft in der nachhaltiges Wirtschaften und ein
solidarischer Umgang belohnt wird und nicht Gewinne privatisiert und
Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.

Für eine Zusammenführung der Energiekämpfe

Der Widerstand gegen RWE nimmt weiter zu. Die Anti-Atom-Bewegung bleibt
wachsam und wird den Widerstand u.a. gegen die Uranfabrik in Gronau
verstärken. Gleichzeitig ist die Anti-Braunkohlebewegung am wachsen,
welche ihre Aktivitäten ausdehnen wird. Verschiedenste Aktivist_innen
stricken an einer Vernetzung aller Energiekämpfe. Menschen aus den
Niederlanden, Großbritannien und Deutschland, aus
Anti-Fracking-Initiativen, Bürgerinitiativen gegen die Folgen des
Braunkohleabbaus, sowie Anti-Atom-, Klima- und Umweltinitiativen als
auch aus Occupy-Bewegung, anarchistischen und linken Gruppen werden sich
vor der Jahreshauptversammlung von RWE treffen.

Der richtige Ort für Widerstand: die Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung ist der Ort um vielfältigen Widerstand zu
leisten und die verschieden Energiekämpfe zusammenzuführen. Die
Anteilseigner_innen von RWE, die auf eine hohe Dividende setzen, sind
mitverantwortlich an der zerstörerischen Energieproduktion des Konzerns.
Es sind Kommunen, die großen Versicherungsgesellschaften wie die
Allianzversicherung und Münchner Rück, aber auch viele
Kleinanleger_innen. Wir wollen dafür sorgen, dass die Unterstützung von
RWE weg bricht indem wir uns bei der Jahreshauptversammlung quer
stellen! Wir werden dem Energieriesen den Stecker ziehen!

Was wir vorhaben:
Wir wollen vom 18. auf den 19.04.2012 ein Protestcamp vor der Grugahalle
in Essen auf die Beine stellen und uns am 19.04.2012 effektiv und
vielfältig bei der Jahreshauptversammlung quer stellen.

18.-19.04. 2012 Prostestcamp vor der Grugahalle in Essen
19.04. ab 8:00 Uhr Wir stellen uns bunt und vielfältig gegen die
Jahreshauptversammlung quer!

Energiewende bleibt Handarbeit!
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Email: info@ausgeco2hlt.de